Ried Geyerumriss Furmint 2019

Ried Geyerumriss Furmint 2019

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Beschreibung

Helles, strahlendes Strohgelb mit gehörigem Schlierenauftritt, Platinreflexe, fein abgestimmtes Duftkonzert mit Genuss eines Birnen-Sorten-Workshops, gelbe, ausgereifte Früchte mit saftigem Biss, Akazienblüte, aber auch gelagerter Topaz-Apfel, Birnenquitte im Oktober, dahinter ein stahliges Aufblitzen von Schiefer und Quarz, Wiesenblumen weiß-gelb, dazu ein Hauch von grünem Tee, sehr attraktiv zu beriechen und am Ende doch seriös eingegrenzt. Trocken, von der sortenimmanenten Säurepikanz weit gespannt, obwohl auf Schieferverwitterung gewachsen, doch wie aus Marmor gemeißelt erscheinend, schöne Dichte und von der angestrebten Gelbfrucht getragen, nochmals die Birnenklaviatur von hell bis tiefgründig, stilistisch von der feintarierten Seite, ohne fragil zu sein, dafür sorgt schon die Ruster Reife, die bereits viele Dichter und Denker in ihren Bann gezogen hat. Großes Potential liegt schon in der Wiege, langer Hefekontakt ist einer feinen, fast salzigen Fruchtbrillianz gewichen. Da darf ruhig mehr erwartet werden … 

Begleitung

Armer Ritter – aber die 24-monatige Bergkäse-Version, das klassische Hummerreisfleisch, das Ganslrisotto mit Macadamia, gefüllter, gelber Paprika mit Wagyu-Füllung/-Inhalt, Forelle „an Papillote“, geschmorter Porree mit Höhlenpecorino, Rebhuhn mit Speckringlotten, der Salat mit gebackenen Kapern und Entengrammeln, die klassische Parmigiana, gebrannter Ziegenkäse mit Grillfenchel, in Furmint geschmorte Birnen mit Dolcelatte und einer Handvoll frischer Walnüsse, Herrenpilzomelette mit/oder mehr Wildschweinschinken. Selten, eigentlich nie, kann eine 500-jährige Geschichte aktueller ins Glas kommen. Für alle, die Tradition am liebsten im flüssigen Aggregatzustand genießen. Wer bis hierher gelesen hat: Weiter so!

Bereitung

Geerntet im September 2019 aus der Traditionsriede Geyerumriss mit ausschließlich verwittertem Schiefer. Selektive Handernte in Kleinkisten mit allen Vorteilen von Trauben, die auf 30-jährigen Reben wachsen.
Rebeln, mehrstündige Maischestandzeit, sanftes Abpressen, kaum gekühlte Gärung im Stahltank über lange, nervenaufreibende Monate, Aufrühren der Hefe alle fünf/sechs Wochen.
Serviertemperatur 11 °C aus einem Syrahglas – interessanterweise
Abfüllung 25. Juni 2019
Alkohol 13,8 Vol.%
Säure 6,2 g/l
Restzucker trocken
Formate 0,75 l und 1,5 l (Schrauber), 3,0 l (Kork)

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