Cabernet Franc – (k)ein „New Kid on the Block“!

27.04.2026

Nach der Reblauskatastrophe bot sich der Region eine einmalige Chance, weitgehend ohne Einschränkungen mit neuen Rebsorten zu experimentieren. Im Fokus standen dabei vor allem ertragsreiche und ertragssichere Sorten. Anspruchsvollere Varietäten wie der Furmint – einstige Hauptrebsorte in Rust – gerieten dadurch ins Hintertreffen und verschwanden vielerorts nahezu vollständig aus den Weingärten.

In Weingut wurde in den 1990er-Jahren begonnen, sich intensiv mit Cabernet Franc auseinanderzusetzen – und rasch wurde er zu eine der Lieblingssorten.

Als Günter und Regina das Weingut 2004 übernommen haben, war der Markt bereits klar verteilt und neue Handelspartner zu gewinnen alles andere als selbstverständlich. Dennoch gelang es, mit einem neuen, klassisch ausgebauten Merlot – in dieser Stilistik und Preisklasse damals ein Novum – neue Partner zu gewinnen.

Dieser „demokratische“ Merlot erwies sich gemeinsam mit Weinen wie Muscato, TRIE rot, Weite Welt sowie dem kurz darauf eingeführten klassischen Cabernet Sauvignon als entscheidender Türöffner. Zusammen ermöglichten sie es, in kurzer Zeit ein breites Vertriebsnetz aufzubauen und das Weingut aus seinem bis dahin stark auf Ab-Hof-Verkauf fokussierten Dornröschenschlaf zu holen.

Vor diesem Hintergrund ist es nur konsequent, diesen Weg weiterzugehen: Mit einem reinsortigen, klassisch ausgebauten Cabernet Franc aus dem Jahrgang 2023 knüpfen wir an diese Geschichte an – und schließen zugleich eine Lücke, die im Markt bislang kaum besetzt ist.

Und übrigens: Unser wichtigster Weingarten für Cabernet Franc ist die Riede Gillesberg – seit einigen Jahren unsere Monopollage. Von hier stammt auch der Einzellagenwein „Ried Gillesberg Cabernet Franc“, den wir seit 2013 abfüllen und der in seiner Kategorie bei Weinbewertungen immer wieder Spitzenplätze erreicht.